Die modernen Landmaschinen werden immer schwerer und schädigen das empfindliche Ökosystem des Bodens. Wir üben mit unseren schweren Landmaschinen großen Druck auf den Boden aus, und ihr enormes Gewicht drückt das Leben aus den tieferen Bodenschichten heraus, was das Pflanzenwachstum und damit die Ernteerträge auf der ganzen Welt verringern kann.
Schwere Maschinen belasten den Boden in hohem Maße
In den letzten 60 Jahren sind die Landmaschinen immer sperriger geworden. Der Erfolg der heutigen Landwirtschaft beruht zu einem großen Teil auf der Mechanisierung. Durch eine höhere Kapazität der Landmaschinen haben wir die Möglichkeiten der Nahrungsmittelproduktion erweitert. In dem Maße, wie wir die Kapazität unserer Landmaschinen erhöht haben, sind sie auch in Größe und Gewicht stark gewachsen. Das wachsende Gewicht und die zunehmende Größe unserer Landmaschinen beruhen daher auf dem Wunsch, die Kapazität und Leistung der Maschinen zu erhöhen, um die Effizienz zu steigern.
In einer aktuellen Studie zeigen Thomas Keller und Dani Or (2022), dass durch das hohe Gewicht moderner Landmaschinen die Gefahr einer Verdichtung des Untergrunds besteht. Nach ihren Erkenntnissen gibt es Ähnlichkeiten in Masse und Aufstandsfläche zwischen den Sauropoden (Dinosauriern), dem größten Tier, das jemals auf der Erde lebte, und den heutigen Landmaschinen. Keller und Or vergleichen das Gewicht moderner Landmaschinen mit der Aufstandsfläche der Sauropoden und betonen, dass unsere Maschinen viel schwerer sind als diese. Sie stellen fest, dass das Gesamtgewicht eines beladenen Mähdreschers von ca. 4.000 kg im Jahr 1958 auf ca. 36.000 kg im Jahr 2020 gestiegen ist (Keller und Or, 2022, S. 2), was fast einer Verzehnfachung des Gewichts entspricht. Moderne Maschinen führen aufgrund ihres hohen Gewichts zu einer hohen Belastung des Bodens und stellen somit eine Gefahr für die langfristige Produktivität von Ackerflächen dar. Keller und Or argumentieren, dass die hohen Bodenbelastungen inzwischen die für die ökologische Funktion des Bodens sicheren mechanischen Grenzen überschritten haben.

Wir belasten den Boden zu sehr mit dem massiven Gewicht unserer Landmaschinen
Der Boden ist ein empfindliches Ökosystem, das aus Wasser und zirkulierender Luft besteht und Organismen und Pflanzenwurzeln ernährt. Solange diese Organismen und Pflanzenwurzeln ernährt werden, bleibt der Boden fruchtbar. Wenn wir jedoch mit unseren riesigen Landmaschinen auf dem Boden fahren, üben wir großen Druck auf ihn aus, und das ist äußerst schädlich für die Fruchtbarkeit des Bodens. Mit diesem Druck wird der Boden schließlich zusammengedrückt und ein Großteil der Luft und des Wassers aus ihm herausgepresst. Dieser Prozess trägt außerdem zu einer erhöhten Emission von N2 O (Lachgas) bei und ist daher schädlich für die Umwelt. Es ist erwiesen, dass eine zu starke Verdichtung des Bodens die Ernteerträge um 10-20 % verringert und damit zu weniger verfügbaren Nahrungsmitteln führt. Auf diese Weise riskieren wir, dass das Gewicht unserer Maschinen eine der wertvollsten Ressourcen, nämlich den fruchtbaren Boden, zermalmt. Es kann Jahrzehnte dauern, bis sich der Boden von der Verdichtung erholt, der wir ihn aussetzen.
Roboter helfen, das empfindliche Ökosystem des Bodens zu erhalten und gleichzeitig die Effizienz zu verbessern
Landwirtschaftsroboter sind in der Regel leichte Maschinen. Ein FarmDroid zum Beispiel wiegt nur 900 kg. Da Roboter ein so geringes Gewicht haben, belasten sie den Boden nicht wie moderne Landmaschinen. Andererseits tragen sie dazu bei, das empfindliche Gefüge des Bodens zu pflegen. Auf diese Weise wenden sich die Roboter vom Trend der immer schwerer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge ab. Das bedeutet, dass bei der Arbeit eines leichten Roboters auf dem Feld kein Risiko besteht, die ökologische Funktion des Bodens zu beeinträchtigen. Das Gewicht des Roboters schützt den Boden und lässt ihn seine Organismen und Pflanzenwurzeln ernähren, so dass wir weiterhin gesunde Pflanzen anbauen können.

